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Spanien und die „#spanishrevolution“

Wie sehr sich die Welt durch die digitale Vernetzung verändern kann sieht man nun seit dem 15.5.2011 in Spanien.

Diese Bewegung zeigt,wie sich eine große Anzhal von Menschen ohne die alten Parteien und Institutionen durch das Netz organisieren und neue Gedanken, neue Ziele und Wünsche formulieren können.

Die Forderungen der Bewegung lauten.

„Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.
Einige von uns bezeichnen sich als aufklärerisch, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos.
Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden – tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung. Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern. Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen. Deswegen treten wir eindringlich hierfür ein:● Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.

● Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.

● In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.

● Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Deutschland der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.

● Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.

● Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.● Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.

● Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.

● Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.

Im Sinne all dieser Punkte, empöre ich mich.
Ich glaube, dass ich etwas ändern kann.
Ich glaube, dass ich helfen kann.
Ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können.

Geh mit uns auf die Straße. Es ist dein Recht.

Nach der Übersetzung des spanischen Manifests.
http://www.spreeblick.com/2011/05/17/regierungsproteste-in-spanien-%E2%80%93-nobody-expects-the-spanishrevolution/

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Verfasst von - Juni 7, 2011 in Spanien

 

Tunesien: Der Blogger geht von Bord

Slim Amamou trat leider am 25.5.2011 aus der Tunesischen Übergangsregierung aus.

Als „Symbol“ der „Jasmin Revolution“ wurde er nach Ben Alis Flucht am 17.1.2011  Teil der Übergangsregierung Tunesiens. Er engagiert sich in der Piratenpartei Tunesien.

Bericht des Guardian

http://www.guardian.co.uk/world/2011/may/25/tunisian-dissident-blogger-minister-quits

Bericht der Taz

http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/der-blogger-geht-von-bord/

 
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Verfasst von - Juni 7, 2011 in Naher Osten

 

Wohin mit Gaddafi?

Der Krieg in Libyen zeigt Fortschritte.
In Gaddfis Armee häufen sich die Desertationen, immer mehr Länder erkennen den Übergangsrat an,die Front befindet sich 70km
von Tripolis entfernt und mit jedem Tag rückt sie näher an die Hauptstadt heran.
Selbst die Arabische Liga ist in engen Verhandlungen zu diesem Rat und es ist nur eine Frage der Zeit,wenn er
Sitz und Stimme bekommt,zumal heute der Präsident Mauretaniens bekräftigte,dass Gaddafi keine Zukunft habe.

Eine seit geraumer Zeit mögliche Lösung wäre,dass der Mann ins Exil geht,was aber mitlerweile schwierig sein dürfte,
da er vom Internationalen Gerichtshof verfolgt wird und gleichzeitig er und seine Sippe durch die Flugverbotszone
auch keine Länder erreichen können,die sich um den Gerichtshof nicht scheren,wie Simbawe oder der Sudan.
Wäre es hier nicht sinnvoll ihm einen Weg ins Exil nicht zu versprerren?

Ein guter Artikel der FAZ beschäftigt sich mit diesem Thema http://www.faz.net/artikel/C32315/libyen-kein-zeltplatz-fuer-gaddafi-nirgends-30431985.html und schließt mit den Worten:

„Nach Gerechtigkeit zu streben ist richtig. Aber sie erschöpft sich nicht in der Verfolgung von Straftätern. Gerecht ist es auch, einen Mann wie Gaddafi ziehen zu lassen und dafür Blutvergießen zu beenden. Doch diesen Weg haben die Vereinten Nationen verbaut.“

Wie sollte man den Fall bewerten,würde Gaddafi tatsächlich ins Exil gehen?
Rechstaat und Justiz bevorzugen wie es sein sollte, oder Gnade vor Recht um schlimmeres zu verhindern?
Ich halte eine solche Frage durchaus interessant,weil in diesem Fall „Empathie“ und Vernunft mit Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit kollidieren.

 
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Verfasst von - Juni 7, 2011 in Naher Osten

 

Neue Fragen und neue Antworten,Informationen in einer sich verändernden Welt

Warum dieser Blog?

Er soll dazu dienen eine Welt,die sich im rasanten Wandel befindet näher zu beleuchten,

Informationen zu verbreiten und Gedanken zu den Veränderungen formulieren.

 
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Verfasst von - Juni 7, 2011 in Uncategorized